Dienstag, 22. April 2008

Zwangsheirat: 8-jährige lässt sich scheiden

Weil es auch auf rabenmutter.ch nicht immer nur lustig sein kann...

Spiegel.de: Wochenlang wurde die achtjährige Nojoud Nasser gequält und vergewaltigt - von ihrem Ehemann. Jetzt gelang es dem zwangsverheirateten Kind aus dem Jemen, die Ehe vor Gericht annullieren zu lassen. Doch das Mädchen muss um sein Leben fürchten.



Gewitzt und über alle Maßen entschlossen sieht sie aus, die kleine Nojoud Nasser aus dem Jemen. Das Kopftuch tief in die Stirn gezogen, die schmalen Arme über dem Bauch verschränkt - so ist sie abgebildet in der "Yemen Times": ein scheinbar ganz normales achtjähriges Mädchen, dem man die Tortur der vergangenen Monate nicht ansieht.

Aber es liegen Wochen der Qual hinter dem Kind, Wochen, in denen sie vergewaltigt, verprügelt und aufs Schwerste gedemütigt wurde. Wochen auch, in denen niemand ihren Klagen Gehör schenkte oder gar versuchte, ihr zu Hilfe zu kommen. Ein kleines Kind, der Willkür eines großen Mannes und ihrer eigenen Familie ausgeliefert.

Text: Annette Langer

Ganzer Artikel auf spiegel.de

Auch wenn wir uns nicht anmassen, andere Kulturen zu ver- bzw. beurteilen, wirft diese Tragödie doch die Frage auf, wie irgendjemand so etwas seinem eigenen Kind antun kann.
Hat jemand von euch eine Erklärung?

Die Vermessung der Familie

Wie ist es um die Familien in der Schweiz bestellt? Der Beobachter hat nachgefragt und interessante Antworten erhalten. Das Wichtigste vorweg: Von Zerfall ist keine Rede. Die Familie ist für die Schweizer Bevölkerung ein Ort der Liebe, des Friedens und des Glücks.

Das öffentliche Interesse an der Situation der Familien in der Schweiz ist gross. Man liest und hört von Familienarmut, Scheidungsraten, Geburtenrückgang oder Gewalt gegen Kinder. Allerorts ist die Rede vom drohenden Zerfall der Familie.

Aber ist es um die Familie tatsächlich so schlecht bestellt? Wie geht es den Familien in der Schweiz überhaupt? Welche Bedeutung hat die Familie heute noch? Fühlen sich die Eltern mit der Erziehung überfordert? Was sind ihre Wünsche, ihre Ängste? Aus welchen Gründen entscheiden sich die Leute für oder gegen Kinder? Und: Was heisst Familie eigentlich?

Der Beobachter-Familienmonitor liefert Antworten auf diese Fragen. Es ist die erste repräsentative Untersuchung in der Schweiz, die über die Befindlichkeit von Familien und über die Einstellung der Bevölkerung zu Familien und zu Kindern informiert. Ziel des Monitors ist es, nicht nur eine momentane Stimmungslage zu beschreiben, sondern auch längerfristige Entwicklungen der Institution Familie einzufangen. Dieser ersten Untersuchung werden deshalb alle zwei Jahre weitere Erhebungen zum Thema Familie in der Schweiz folgen.

Für die Untersuchung wurden über 1000 Personen ab 18 Jahren interviewt, gleich viele Männer und Frauen. Die Hälfte der Befragten lebt in Familienhaushalten, die andere Hälfte hat keine oder bereits erwachsene Kinder. Die persönlichen Interviews, die das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Beobachters im Januar 2008 durchführte, dauerten jeweils 25 Minuten. Sie fanden in zufällig ausgewählten Gemeinden statt, verstreut über alle Sprachregionen der Schweiz.

Das Dossier Familienmonitor



Text: Yvonne Staat

Samstag, 19. April 2008

Frageplage



Und wiedermal ein wunderbarer Text von unserer kinderlosen Michele Rothen (Das Magazin).

Kinder im Fragealter werfen die Frage auf, ob man überhaupt Kinder haben sollte

Ich wartete neulich auf den Bus, als eine junge Frau mit einem kleinen Jungen kam und mitwartete. Der Junge war etwa vier und die Frau etwa zwanzig und ziemlich sicher nicht seine Mutter, dafür war ihr Umgang mit ihm zu holzig. Sie war sehr offensichtlich darauf bedacht zu verhindern, dass der Kleine ausflippt und anfängt zu weinen oder sonst Theater macht, aber sie konnte auch nur schlecht verhehlen, dass ihr seine Gesellschaft ziemlich auf den Keks ging. Mir auch. Allen anderen auch. Bei aller Kinderliebe und allem Verständnis: Der Kleine war auf dem Höhepunkt der Fragephase, wie es schien, und eine verdammte Plage. Und er hatte mehrere Sprachfehler. In den drei Minuten während Warten und Busfahrt fand dieser Dialog statt.
Wer ich dä Maa wo da d Chtrass abechunt? – Ich kenne den Mann nicht. – Werum chunt dä Maa? – Weil er auch auf den Bus will. – Werum will dä Maa uf dä Bus? – Weil er irgendwohin muss. – Wo will dä Maa dänn ane? – Irgendwohin. Weiss auch nicht. – Werum weich du das nöd? – Weil ich den Mann nicht kenne. – Wilch dä Maa nöd fröge woner ane wott? – Nein, will ich nicht. Sag mal wilSCH. WilSCHSCHSCH. – Wilch. Wilchchch. – Nein, SCHSCH. Wie SCHaf. – Chaf. Söll ich dä Maa fröge woner ane wott? – Tu, was du nicht lassen kannst. – (Zum Mann) Si–i? Wo gönd Si ane? – (Mann:) Heim. – (Zur jungen Frau) Är gaht hei. – (Junge Frau:) Aha. – Möchtch no meh wüsse vom Maa? – Nein, danke. – Wänn chunnt dä Bus? – Gleich. – Jetzt? – Jetzt gleich. – Jetzt? – Ähm, nein. – Aber jetzt? – Nein. – Jetzt? – Nein. – Jetzt? – Nein. – Aber da chunt er doch! – Oh, ja. Da ist er ja. Einsteigen. – Werum ich dä Bus blau? – Keine Ahnung. – Werum weich du das nöd? – Weil ich, ach, ich weiss nicht, warum ich das nicht weiss! – Werum sind mini Chue nöd blau? – Weil sie grün sind. – Und werum nöd blau? – Sie sind auch nicht rot. – Chtimmt. Werum sinds nöd rot? – Weil sie grün sind. – Werum sinds grüen? – Schau mal der Hund da. – Wem ghört dä Hund? – Der Frau, die seine Leine in der Hand hält. – Werum hät er ä Leine? – Weil er sonst wegläuft. – Wo lauft er dänn ane? – Keine Ahnung. Weg halt. – Wotch nöd fröge wo de Hund anelauft? – Hunde können nicht sprechen. – Chach ja sini Frau fröge. – Das weiss sie doch auch nicht. Sonst bräuchte sie ja keine Leine, sonst könnte sie ihn ja einfach laufen lassen und dann dort wieder abholen, wo er hinläuft, wenn sie wüsste, wo das ist. – Werum weiss si das nöd? – Weil Hunde nicht… oh, schau mal mein Handy. Willst du ein bisschen spielen damit? – Werum? – Weil du dann vielleicht nicht mehr so viele Fragen stellst. – Werum? – Warum was. – Werum frög ich dänn villicht nüme so vill? – Weil du dann beschäftigt bist. – Wo ich dä Maa vom Hund? – Was? – Wo ich dä Maa vom Hund? – Vielleicht hat er keinen. Jetzt müssen wir aussteigen. – Werum? – So, Achtung… – Werum chtigt dä Hund nöd us?
Die Frau bugsierte den Jungen raus, und jemand im Bus seufzte laut und vernehmlich. Mich befiel die Lust, heute zwei Pillen zu nehmen.

Lesung: Michèle Roten liest aus ihrem nächsten Buch «Drei. Eine Geschichte in sechs Teilen», anschliessend Gespräch mit Reeto von Gunten. Buchhandlung Orell Füssli, Zürich, 25. April, 20.30 Uhr; «Drei» ist ab 26. April im Handel. www.echtzeit.ch

Donnerstag, 17. April 2008

Angelina eine Rabenmutter?


LOS ANGELES (FIRSTNEWS)– Harte Kritik für die vierfache Hollywood-Schönheit. Die 32-jährige Angelina Jolie soll eine Rabenmutter sein, die ihren Kindern nur Fastfood serviert. Aber dafür hausgemacht.


Freunde und Bekannte werfen der 32-Jährigen vor, eine schlechte Mutter zu sein. Amerikanischen Medienberichten zufolge ist die Schauspielerin am heimischen Herd nämlich eine ziemlich große Niete und serviert ihren Sprösslingen deshalb nur noch Fast-Food. Wie ein Insider jetzt verriet, würden Maddox, Pax Thien, Zahara und Shiloh ausschließlich frittiertes aufgetischt bekommen. Über die Essgewohnheiten der Kinder sagte die ungenannte Quelle: "Sie wollen sich ganz allein um ihre Kinder kümmern. Wenn Zahara Eis zum Frühstück essen will, bekommt sie es." Angelina Jolie hat mit Brad Pitt insgesamt vier Kinder. Shiloh ist ihre leibliche Tochter, Pax, Zahara und Maddox sind adoptiert. Im Moment ist die Schauspielerin wieder schwanger.

Na, tut das gut oder was? Was ich nicht ganz verstehe: Wenn schon Fast Food, dann würde ich ihn nicht selber machen, ist doch trotzdem Aufwand!

Dies für alle Mütter mit schlechtem Gewissen, weil sie ihren Kindern nicht täglich Bio-Nahrung auftischen. Schlimmer geht's immer!

Freitag, 11. April 2008

Macht ein Krönlein schwul?

Mädchen sind Prinzessinnen, Jungs Piraten. Seit es uns Menschen gibt, sind die Rollen verteilt. Oder?


Na ja, nicht ganz. Letzthin durfte ich Bänz Friedli, den Hausmann interviewen. Wir sprachen darüber, dass Eva Hermann tatsächlich vor kurzem behauptet hatte, Fussball sei kein Mädchensport. Es verleite die Mädchen praktisch dazu, später wie Männer zu denken. Oder ein ähnlicher Mist. Da Bänz Friedlis Tochter bekanntlich Fussball spielt, war er verständlicherweise empört. Denn ein Fussbal spielendes Mädchen ist doch cool, oder?

Wie sieht es aber mit einem Puppen knuddelnden Jungen aus? Oder einem Vierjährigen, der sich am liebsten als Prinzessin verkleidet? So geht es nämlich bei uns zu und her. So gerne mein Junior sich als Spiderman und Pirat verkleidet und mit seinen Autos seltsame "Wruum"-Geräusche von sich gibt, so leidenschaftlich verlangt er nach dem Prinzessinen-Kleid, das den Kids in der Krippe zur Verfügung steht. Und zwar kaum habe ich ihn dort abgeliefert.

Wieso kommt beim Jungen, der lieber mit typisch weiblichen Spielsachen spielt, gleich der Verdacht auf, er sei verweiblicht oder gar vielleicht schwul? Wenn ich bei Freunden von seinen Vorlieben erzähle, sehe ich oft betretene Gesichter und mitleidiges Lächeln. "Das heisst doch nüüt!" kriege ich dann zu hören. Das glaube ich auch. Dennoch kann ich es nicht lassen, einen blöden Witz zu machen. Hätte ich ein Mädchen, dass lieber mit Waffen als Barbies hantiert, würde ich keine Blicke erhalten und hätte auch nicht das Gefühl, ich müsse irgendeine entschuldigende Bemerkung dazu machen.

Und wenn mein Sohn tatsächlich schwul würde? Wie schlimm wäre das denn wirklich? Aber dazu in 15 Jahren mehr...

Freitag, 4. April 2008

Tanzende Käse-Kunst


Unternehmt mal wieder was ohne Kinder, etwas "nur für Erwachsene".






Cheers!!

Magst du Käse? Und wie steht's mit Whisky?
Am 12. April könnt ihr beides haben. Es handelt sich um ein "Tasting" von sechs ausgewählten Single Malts. Dazu werden Schottische und Irische Käsesorten aufgetischt. Der ganze Event wird von einer live Band begleitet. Ich überlege mir in der Zwischenzeit, ob die Existenz eines Käseclubs mich beunruhigt oder nicht.
www.cheeseclub.ch


Dancing Stars
Das grösste Tanzfest der Schweiz, Steps #11, inspiriert bald wieder das Volk landesweit.
Vom 10. bis 30. April gibt es über 75 verschiedene Performences aus aller Welt zu sehen. Von Hip Hop bis Ballet ist alles vertreten.
Genauere Infos zu den Fragen Wer Wo und Was findet ihr unter
www.steps.ch


Being Künstlerisch und Kulturerisch
Suchst du Inspiration oder einfach etwas schönes für Zuhause? Kunst, die du dein Eigen nennen darfst, die du bis an dein Lebensende lieben wirst? Oder willst du dich einfach wiedermal als Kunstkritiker probieren, dann ab nach St. Gallen.
Vom 17. bis 20. April findet dort die Art and Style Kunstmesse statt. Es ist eine Präsentations- und Verkaufsfläche für Möbeldesign, Malerei, Textildesign und vieles mehr. Eine besondere Art des Shoppings.
www.kunstevent.ch



"Ein Mann, eine Frage"
Die beliebte Anabelle Kolumne, in der renommierte Autoren versuchen, den Mann zu erklären, wurde jezt als Buch veröffentlicht. Dieses Buch ist eine Sammlung der schönsten Antworten zu Fragen wie "Warum sind Männer so wehleidig, wenn sie krank sind?".
Eine Auswahl dieser Autoren werden am 21. April im Zürcher Kaufleuten Festsaal, ab 20 Uhr, in Form einer Leseparty Ausschnitte das Buches zum Besten geben.
Tickets und Infos unter www.kaufleuten.com




Du darfst!

Gestern war grosser Haushalts-Tag. Bettwäsche waschen, Kleider entsorgen, Winterkleider versorgen, Sommerkleider aus dem Keller holen und natürlich die üblichen, spannenden Aufgaben einer Hausfrau. Kurz: Das volle Programm. Das ging erfreulicherweise ohne Unterbruch, weil mein Sohn in der Krippe war. Als ich das realisierte, war es schon wieder da: Mein schlechtes Gewissen.

Geht es euch auch so? Eure Kinder sind in der Krippe und ihr solltet arbeiten, tut an dem Tag jedoch alles andere? Es ist ja nicht so, dass Hausarbeit mit "nichts tun" zu vergleichen wäre. Bei mir setzt das schlechte Gewissen jedoch schon ein, wenn ich an Krippentagen nicht am Compi sitze, sondern eben davon profitiere, dass mein Kind nicht im Weg ist, um den Haushalt in Ruhe zu schmeissen.

Jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie ich mich an jenem Nachmittag gefühlt habe, als ich mit sämtliche Folgen von "Desperate Housewives" in einem Schnurz schaute. Einfach, weil ich keine Lust hatte, meinen Artikel fertigzuschreiben.

Auch war ich schon des öfteren mit Lea, die ebenfalls keinen Bock auf Arbeit oder Haushalt hatte, shoppen. Das schlechte Gewissen hielt sich zu zweit jedoch in Grenzen.

Wir empfehlen deshalb: Wenn ihr schon nichts tut, tut es zu zweit. Und: Wenn schon ein schlechtes Gewissen, dann bitte mit Stil!




Feel guilty with style

Wenn ihr schon ein schlechtes Gewissen haben müsst, weil ihr eure Kinder abgebt und danach käfelen und shoppen geht, dann wenigstens mit Stil. Hier ein paar Tipps für neue und altbewährte Cafés, wo ihr euer Gewissen in einem feinen Latte ertränken könnt.



Couleur Café

Morgens ist es der ideale Ort für einen Espresso, mittags serviert Donata Piloni eine selbst gemachte Tagessuppe. Sandwichs und Gebäck sind fantastisch und variieren je nach Laune und Saison.

Moserstrasse 25
3014 Bern

Kaufkaffee
Der Name ist Programm. Zum Kaffee gibt es im hellen Lokal Lifestyleprodukte wie Fashion, Taschen, Schmuck, Lampen, nützliches und schönes für Küche und Wohnen, Accessoires, Geschenkartikel und mehr. Vieles davon ist „Made in Switzerland“. Die Produkte stammen aus kleinen Ateliers, geschützten Werkstätten, sozialen Institutionen und von kleinen Handelsfirmen aus der Region. Kleine Auflagen, Unikate und Prototypen machen das schlechte Gewissen wieder rein...

Tösstalstrasse 8
8400 Winterthur

Not Guilty
Frische Lebensmittel, natürlich hergestellt, ohne Zusatzstoffe etc. Das ganze in einer gemütlichen Location in Oerlikon. Und tschüss schlechtes Gewissen!

Emil-Oprecht-Strasse 1
8050 Zürich

Hotel Zürichberg
Super-Aussicht auf Zürich, schöne Terrasse und leckere Kuchen. Wahrscheinlich drückt ihr den Altersdurchschnitt etwas runter, aber was soll's!

Orellistrasse 21
8044 Zürich

Kafischnaps
Zürcherisch trending, aber auch gemütlich und zentral gelegen. Und der Name ist einfach zu gut!

Kornhausstrasse 57
8037 Zürich

Ricardos
Braucht ihr mal eine Pause beim Shoppen? Das Ricardos liegt direkt hinter dem Jelmoli Bahnhofstrasse. Kein Dutzend Tische, guter Kaffee und nette Bedienung.

Sihlstrasse 21
8001 Zürich














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