Sonntag, 30. Januar 2011

Baby sells!


Bei meiner ersten Schwangerschaft hakte das Babymarketing erst nach der Geburt ein und ich erhielt allerlei "Nützliches" für das Neugeborene. Heute setzt die Werbung schon beim Kinderwunsch ein.

Von Clearblue über Migros und der Privatklinik. Das Babymarketing schlägt schon zu, bevor du weisst, dass du ein Kind willst!

Umworbene Empfängnis
heute in der Sonntagszeitung.

Nie genug Platz



Grösseres Haus, mehr Platz, weniger Chaos. Dachte ich mir, als wir umzogen. Irrtum! Je grösser das Haus, umso mehr liegt rum. Abhilfe schafft Marianne Kohler mit ihrem neuen Beitrag "Sweet Home".

Mehr Platz zum Wohnen zeigt wunderschöne Möglichkeiten, wie man zu mehr Stauraum kommt.

Freitag, 28. Januar 2011

Tigermütter vs. Kuschelmamis

Stehen wir westlichen Mütter unseren Kindern im Weg? Eine chinesische Mutter ist davon überzeugt.


In letzter Zeit überlege ich mir oft, was mein kleiner Grosser an ausserschulischen Tätigkeiten unternehmen könnte. Er ist musikalisch begabt und möchte Gitarre spielen, für den entsprechenden Kurs ist er aber noch zu jung. Er spielt gerne Theater und Fussball und seit dem animierten Panda glaubt er, ein grosser Kung Fu Meister zu sein.

Nun habe ich ehrlich gesagt keine Lust, jedes Wochenende bei jedem Wetter auf dem Fussballfeld zu verbringen, das fällt also weg. Und für meinen Vorschlag, Theater- oder Kung Fu –Stunden zu nehmen, konnte ich ihn nicht wirklich begeistern. Er tut die Dinge zwar gerne, aber richtig „lernen“ will er sie nicht, das wäre ja mit Arbeit verbunden. Er ist sechseinhalb Jahre alt. Ich würde sagen, er hat noch Zeit. Amy Chua ist da ganz anderer Meinung.

Kennen Sie Amy Chua? Sie ist zur Zeit der personfizierte Satan in Sachen Erziehung, der Antichrist der Kuschelpädagogen, zumindest in den USA. Das Wall Street Journal publizierte vor zwei Wochen einen Auszug aus ihrem Buch "Battle Hymn of the Tiger Mother", in dem sie sich über den Unterschied chinesischer und westlicher Mütter Gedanken macht. Diese Mutter zweier Töchter spricht aus Erfahrung, denn gleich zu anfang des Artikels, zählt sie auf, was ihre Töchter alles NICHT durften.

• Bei einer Freundin übernachten oder mit ihr spielen

• Im Schultheater mitmachen

• Fernsehen oder Computer-Games spielen

• Ihre eigenen ausserschulischen Fächer wählen

• Nicht in in jedem Schulfach die Besten sein

• Ein anderes Instrument als Klavier oder Geige zu spielen

Unnötig zu betonen, dass der Artikel vehemente Reaktionen ausgelöst hat. Innerhalb weniger Tage kommentierten über 5'000 Leser den Artikel und das Buch schoss auf Platz 4 der Amazon Bestseller-Liste.

Der letzten Pisa-Studie nach zu urteilen, hat Amy Chua mit ihrem strikten Regime Erfolg. Die Chinesen sind im internationalen Vergleich auf Spitzenreiter, während es die Schweiz gerade mal ins obere Drittel geschafft hat. Was also machen wir falsch?

Gemäss der Yale-Professorin Chua besteht der Unterschied massgeblich in drei Punkten:



Nummer 1

Westliche Eltern scheinen sehr besorgt um die Selbstachtung ihrer Kinder, sie machen sich Sorgen, wie sich ihre Kinder fühlen werden, sollte ihnen etwas nicht gelingen. Deshalb sagen sie ihnen dauernd wie gut sie sind und dass es kein Problem darstellt, lediglich Mittelmass zu sein. Chinesische Eltern hingegen gehen einfach davon aus, dass ihre Kinder stark und fähig sind. Sie verlangen perfekte Noten, weil sie an ihre Kinder glauben.

Hoppla! Irgendwie fühle ich mich ertappt. Ich würde meinem Sohn nie etwas aufzwingen, schon gar nicht ein sogenanntes Hobby! Wenn er seine Rechenaufgabe nicht perfekt gelöst hat, will ich sogar, dass die Lehrerin das sieht, damit sie ihm helfen kann, einen für ihn richtigen Weg zu finden, um zur Lösung zu kommen. Glaube ich deshalb nicht genug an ihn?



Nummer 2

Chinesische Eltern glauben, ihre Kinder schulden ihnen alles.
Wieso das so ist, weiss sie nicht genau, aber chinesische Kinder sollen ihr Leben damit verbringen, Schuld zu tilgen, indem sie ihren Eltern gehorchen und sie stolz machen.

Nein, das glaube ich westliche Mutter tatsächlich kein bisschen. Natürlich halte ich meine Kinder für undankbar, wenn sie im Abendessen herumstochern, dass ich liebevoll für sie zubereitet habe. Oder wenn sie mich „blöd“ finden, wenn ich ihnen bei -10°Celsius kein Glace kaufen will. Aber ich hatte nie das Gefühl, sie schulden mir etwas. Sie sollen mir gehorchen, denn das nennt man Erziehung. Stolz machen sie mich einfach so, sie tun es nicht mit Absicht. Oder noch nicht.



Nummer 3

Chinesische Eltern glauben zu wissen, was das Richtige für ihre Kinder ist, weshalb sie deren eigene Wünsche und Vorlieben vollkommen ignorieren. Deshalb dürfen chinesische Töchter keinen Freund haben und schon gar nicht ins Sommerlager mitgehen.

Aus dem Bauch heraus würde ich Punkt Nummer 3 als extrem kontraproduktiv qualifizieren. Machen Teenager nicht umso mehr Blödsinn, wenn man es ihnen verbietet? Insbesondere, wenn alle anderen dürfen?



Amy Chua schliesst mit der Feststellung, dass Selbstachtung eben dadurch vernichtet wird, dass man dem Kind erlaubt, aufzugeben. Dass nichts so viel Selbstvertrauen gibt, wie etwas zu erreichen, von dem man anfangs dachte, man könne es nie und nimmer. Als Beispiel erzählt sie die Geschichte ihrer Tochter, die ein Klavierstück nicht spielen konnte. Sie, die Mutter, hat ihr so lange gedroht und sie so lange nicht vom Klavier aufstehen lassen, bis sie es konnte. Danach war ihre Tochter glücklich und die Mutter natürlich auch. Happy Ending!

Nun bin ich keine Mutter, die glaubt zu wissen, wie man ein Kind am besten erzieht. Und bis ich den Auszug las, dachte ich, ich hätte eine gute Mischung aus strikt und liebevoll. Heute frage ich mich jedoch, ob Frau Chua nicht doch ein bisschen recht hat.

Wir westlichen Eltern verweichlichen unsere Kinder vielleicht wirklich! Daran, dass Lehrer heute keine Respektspersonen mehr sind, sind grösstenteils wir Eltern schuld. Wir wollen unsere Kinder nicht überfordern, damit sie die Lust am Lernen nicht verlieren. Und wenn sie diese Lust gar nie kennenlernen, weil ihnen mit unserem Verhalten auch nie etwas gelingen will? Motivieren wir unsere Kinder genug? Reicht es, ihnen zu sagen, es genüge, wenn sie ihr Bestes geben, sie müssten aber nicht die Besten sein? Bereiten wir sie genug auf die harte Zukunft vor?

Ich weiss nicht, was besser ist, wahrscheinlich wie immer ein Mittelweg: Eine harte Hand, die eine gewisse Individualität respektiert. Was mir im Artikel aus dem Wall Street Journal jedoch gänzlich fehlt, ist die Kindheit und die damit einhergehende Freiheit, die chinesischen Kindern irgendwie nicht gewährt wird. Oder irre ich mich?

Freitag, 21. Januar 2011

Der Frühling kommt bestimmt...

... und mit ihm frische Lektüre. Neue Bücher im Frühlingsprogramm von Walde+Graf. Ihr habt's erraten. "Rabenmutter" ist auch dabei! Jetzt gilt's definitiv ernst.

Wann funktioniert der Rollentausch

Immer mehr Frauen übernehmen in Familien die Ernährer-Rolle, die Männer hüten zu hause Heim und Herd. Und? Funktioniert's?  

Marcel Zufferey hat für clack.ch eventuell eine Antwort dazu.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Der Anfang vom Ende...




Du weisst, dass du Mutter bist, wenn du mehr Trainerhosen als sexy Jeans im Schrank hast. Für die, die für's Rumhängen noch speziellere Kleidung brauchen: Forever Lazy!

Kleine Könige

Im 21. Jahrhundert gelten Kinder in der westlichen Kultur oft als Könige. Damit ist jedoch keinem gedient, schon gar nicht den Kindern selber.

Wer ist hier der Boss im Beobachter zeigt ein paar Beispiele auf, um die kleinen Tyrannen in ihre Schranken zu weisen.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Krippen ermöglichen Zeit zu zweit

Keinen Babysitter gefunden? Die Grossmutter auf Kreuzfahrt? Das Reservierung in der Lieblingsbeiz müsst ihr totzdem nicht annullieren, sofern ihr in Zürich und Genf wohnt.

Schweizer Stadtkrippen bieten vermehrt Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder, deren Eltern zeit zu zweit brauchen. Heute im 20 Minuten online.

Mütter zweiter Klasse?

Wenn Mütter zusammenkommen, sprechen sie über kurz oder lang über ihre Geburten. Früher war das für mich ein unangenehmes Thema, schliesslich hatte ich "nur" einen Kaiserschnitt gehabt. Ich war nicht "the hard way" gegangen und dafür schämte ich mich.

Heute bin ich darüber hinweg, aber dieser Text hätte mir damals sehr geholfen.

"Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" heute im Blog von wir eltern.

Dienstag, 18. Januar 2011

Kinder verboten!

Trotz Kindermarketing und Pädagogik in aller Munde, gehören Kinder in der Schweiz oft nicht ins gesellschaftliche Bild.

Bei meinem ersten Kind erschrak ich ab der Tatsache, dass ich von der Gesellschaft als Frau nicht mehr wahrgenommen wurde. Ich war jetzt Mami – ausschliesslich. Ziemlich bald merkte ich, dass ich mir das nicht gefallen lassen würde und steuerte dagegen an. Dazu gehörte für mich auch die Weigerung, das Migros-Restaurant und den Kinderzoo als einzige Freizeitmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Wieso sollte ich auf Kultur und gute Gastronomie verzichten, bloss weil wir jetzt Nachwuchs hatten?

Doch im urbanen, szenigen Zürich gibt es immer öfter schöne Lokale und interessante Kulturstätten, die offen zugeben, Kinder seien nicht willkommen. Damit die Ruhe ihrer Gäste nicht gestört wird. "Unternehmerische Freiheit!" brüllen die einen. "Skandal!" empören sich die anderen.

Das ist tatsächlich unternehmerische Freiheit. Und gegen Kinderverbote in In-Lokalen, Szene-Badis und sonstigen gemäss "Experten" kinderuntauglichen Orten gibt es eben keine Gesetze. Ein Afrikaner schützt das Anti-Rassismus-Gesetz. Behinderte bleiben dank diversen Gesetzen gegen Diskriminierung ebenfalls weitgehend unbehelligt. Alterbeschränkungen scheinen hingegen zugelassen, zumindest nach unten.

Nun frage ich mich, wann alte Menschen in Restaurants verboten werden. Schliesslich sabbern die vielleicht vor sich hin, einen Anblick, den ich jedem Szeni ersparen möchte. Ausserdem konsumieren sie weniger als DINKS (Double Income No Kids) und trinken bestimmt weniger Alkohol. Auch an der neusten Ausstellung über innovatives Design werden die Alten bald fehl am Platz sein, ist ihnen die Bedienung eines Touch-Screens doch nicht mehr so geläufig. Folglich würden sie die anderen Gäste aufhalten, also verbieten wir den Greisen den Zutritt doch lieber gleich!

Vor dreissig Jahren
Was mich aber fast noch mehr schockiert als die Verbote an sich, sind die Reaktionen vieler Kinderloser. Die Ermahnungen, wir Eltern müssten halt für ein paar Jahre "verzichten" und die Kritik an der "modernen Art, Kinder überallhin mitzunehmen", bringen mein Blut in Wallung. Man sei vor den kleinen Rackern nirgends mehr sicher! Ob an der Vernissage, auf der sonst so ruhigen Terrasse des Lieblings-Restaurants, sogar in der – für Kinder schliesslich viel zu gefährlichen – Holzplanken-Badi seien Eltern mit ihrem Nachwuchs anzutreffen.

Vor dreissig Jahren entschieden meine eigenen Eltern, mich nicht wie einen Porzellangegenstand zu hause in der Vitrine zu auszustellen, sondern überallhin mitzunehmen.
So durfte ich bereits mit ein paar Monaten ins Louvre und ass mit sechs Jahren meine erste Auster an den Champs Elysées. Zugegeben, die Erfahrung hätte ich mir schenken können, ich spuckte das schlabbrige Ding gleich wieder aus. Aber ich lernte, mich in einem Restaurant zu benehmen und hielt nicht immer gleich Ausschau nach dem nächsten Spielplatz. Übrigens gehören Austern heute zu meinen Leibgerichten.

Viele Kinder sind es heute so gewohnt, dass ihre Eltern nur an kinderfreundliche Orte mit ihnen gehen, dass sie sich nicht mehr mit sich selber beschäftigen können. Nintendo machte sich diesen Umstand zunutze: Heute sitzen die meisten Kinder unbeteiligt am Tisch und starren in diesen winzigen Bildschirm, während die Eltern ihre Ruhe haben. Bei kleineren Kindern sehen Mami und Papi zu, dass immer und überall eine Spielecke vorhanden ist, ein Fernseher mit Kinderprogramm oder gar eine Animation, die die Kleinen davon ablenken soll, wie laaaangweilig doch die Welt der Erwachsenen ist. Auch ich freue mich, wenn mein Kleiner an der Autobahnraststätte einen Spielplatz entdeckt und nach stundenlangem Autofahren endlich wieder rumtollen kann. Wenn wir aber essen gehen, darf er ruhig auch mal 90 Minuten mit uns am Tisch sitzen und mit Bierdeckeln Rollenspiele spielen. Oder mitreden.

Traurig ist einfach, dass diese Praxis der Kinderverbote – die übrigens vielerorts der Einfachheit halber mit einem Kinderwagen-Verbotsschild gekennzeichnet wird - viele schöne Restaurants, in denen es eben nicht nur nach Schnipo riecht, mit sich ziehen wird. Eltern werden immer weniger Auswahl haben, um ihren Kindern etwas Gourmet-Flair und Restaurant-Knigge beizubringen. Ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit, meinem Nachwuchs etwas Kunst-Verständnis zu vermitteln, ohne dafür ins Kinderkonzert gehen zu müssen. Sind wir ausserdem nicht alle darum bemüht, unsere Kinder gesund zu ernähren und kulturell zu fördern? Das wird auswärts jedoch zunehmend schwierig, wenn uns der Eintritt in die guten Restaurants und Kulturstätten verwehrt bleibt. Denn sogenannt kindertaugliche Restaurants sind in der Schweiz leider eine Einöde des Frittierten!

Wie halten Sie es mit den Kindern im „Ausgang“? Immer dabei oder lieber zu hause beim Babysitter?



Es gibt übrigens immer mehr Restaurants, die gegen diesen Trend steuern und den Eltern ihre Küche nicht vorenthalten möchten. Wenn auch meist nur Sonntags:

Die Giesserei

Das Kaufleuten

Weitere kinderfreundliche Restaurants. Oder hier.

Dienstag, 11. Januar 2011

Keine Sklaven der eigenen Brut


In-Vitro, Leihmutterschaft, Adoption: Wo viele Menschen mit jedem Mittel versuchen , Kinder zu kriegen, gibt es auch solche, die auf keinen Fall eins wollen. Die No-Kidders.

Hatten wir hier schon mal, ist trotzdem immer wieder interessant: Keine Sklaven der eigenen Brut.

Freitag, 7. Januar 2011

Beim älter werden ertappt!

Erste Falten und ein paar Kilos zuviel? Auch wenn das noch nicht zutrifft, wir werden älter und merken es kaum. Nach dem Lesen dieses Textes wissen wir jedoch, dass unsere Jugend vorbei ist...

Wie oft sehen eure Füsse High Heels von innen? Wann hattet ihr den letzten pflegeintesiven Haarschnitt? Party gefeiert? Abends Kaffee getrunken? Eben!

"Der Reiz von grossen Slips und flachen Sohlen" von Michaela Kozelka.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Hausfrau aus Frust

Eine neue Studie behauptet, Mütter wollten gar nicht zurück in den Beruf, Hausfrau sei meist die einzige Ambition. Was war denn zuerst: Der Frust oder die Hausfrau?

Michaela Kozlka vom Online-Magazin clack.ch weiss, dass sich die meisten Frauen wahrscheinlich einfach der Realität fügen. "Hausfrau aus Frust."

Montag, 3. Januar 2011

Wieviel Kinderarbeit ist erlaubt?

Ämtli hatte ich das letzte Mal in der Husi. Aber mit Kinder führt man diesen veralteten Begriff besser früher als später wieder ein. Oder nicht?

Nicole Althaus im wir eltern Blog hat sich dazu Gedanken gemacht.

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