Samstag, 24. August 2013

Sponsored Post: «Darfst du das essen?»



Es gibt einfachere Unterfangen, als Gewicht zu verlieren. Deshalb möchte man dabei am liebsten seine Ruhe haben.

Frauen und Diät gehen Hand in Hand wie Männer und Fleisch. Oder so. Wie auch immer, viele Frauen haben schon versucht, Gewicht zu verlieren. Viele haben es geschafft. Einige nicht. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Lustig fanden sie es nicht. Abnehmen ist anstrengend und mühsam, es besetzt dein ganzes Denken und raubt dir an vielem die Freude. Nicht nur am Essen, auch am gesellschaftlichen Beisammensein, am Einkauf, am Denken (v.a. wenn man gerne an Essen denkt...)

Ausserdem musste man sich ja eingestehen, dass man dick ist. Und das, meine Damen, ist an sich schon wenig lustig. Denn, seien wir ehrlich: Zugenommen haben wir doch vor allem deshalb, weil wir es uns gerne gut gehen lassen. Weil wir nicht darüber nachdenken wollen, was wir genau essen. Und weil unserer innerer Schweinehund manchmal ein verdammter Pitbull ist! Salat essen und auf dem Laufband rennen machen nunmal keinen Spass!

Aber man tut es doch. Und es ist schwer. Was man dann auf keinen Fall braucht, sind Menschen, die es einem noch schwerer machen. Sie wissen schon, die Leute, die glauben zu helfen, obwohl sie alles andere tun? Die, die es gut meinen, aber mit ihren Bemerkungen nur das Eine erreichen? Nämlich, dass du sie am liebsten erwürgen würdest? Genau die meine ich!

Solltest du also zu den Schlanken gehören, die noch nie im Leben Diät halten mussten, eure Freundinnen aber mit Ratschlägen überhäufen: Hier 10 Tipps, was du einer diätenden Frau NIE sagen solltest.

1. «Ist ja nur ein kleines Stück.» Bestimmt. Macht ja nichts. Ein Stück. Was du aber offensichtlich nicht begreifst, ist, dass ich es oft nicht bei dem einen Stück lassen kann und deshalb versuche, ganz darauf zu verzichten! 

2. «Du doch nicht, du siehst doch super aus!» Danke, wirklich, vielen Dank. Das ist nett von dir. Doch ich möchte abnehmen, um mich auch gut zu FÜHLEN! Also bitte, Klappe halten und Wasser reichen, ok?

3. «Dings hat letzten Monat auch gediätet und sie sagt, es sei SCHRECKLICH!» Ich. Weiss. Es. Ist. Schrecklich. Hör. Auf. Mich. Daran. Zu. Erinnern.

4. «Wo sollen wir denn jetzt essen gehen?» Wo du willst. ich werde einfach nicht dasselbe Riesensteak mit Kräuterbutter und Pommes Frites essen wie du. Aber bitte versuche gar nicht erst, etwas Spezielles zu organisieren. Ich kann mich selber um mein Menu kümmern.

5. «Darfst du das essen?» Nein. Eigentlich nicht. Aber ich habe mir extra ein paar Kalorien für den Nachmittags-Schokoriegel vom Mund gespart und deshalb: JA, ich darf!

6. «Übertreib's nicht, ok?» Wieso? Weil ich dann vielleicht weniger wiege als du?

7. «Du siehst müde aus, isst du auch genug?» Nein, ich esse 500 Kalorien pro Tag! Und ich bin nicht müde, ich bin am Ende. Aber danke der Nachfrage!

8. «Du siehst heute so schlank aus!» Heute? Danke! Doch jetzt werde ich den Rest des Tages darüber nachdenken, was ich denn gestern anhatte und wieso ich darin so fett aussah...

9. «Welche Grösse trägst du jetzt?» Nein. Nein. Nein.

10. «Mach es doch wie ich!» (Gefolgt von einer Diät, die erfolgreich war. Bla. Bla. Bla) Nein danke, missionieren bringt nichts. Es war schon schwer genug, mich für meine Variante zu entscheiden.


Ganz generell: Wir wollen nicht darüber reden! Denn a) Erinnert es uns dauernd dran, dass wir nicht essen dürfen, was wir wollen. b)Wir laufen Gefahr,  zu missionieren und DAS, meine Damen, wollt ihr ganz bestimmt nicht!

Hab' ich was vergessen? Welche Erfahrungen habt mit Diäten und guten Ratschlägen gemacht?

Donnerstag, 22. August 2013

Erziehung, vertraglich geregelt

Bild: wir eltern Blog


Eltern sollen mit der Schule einen Vertrag abschliessen. So die Forderung seitens der Schule. Diese hat dafür offenbar gute Gründe.

Gemäss «Sonntagsblick» und «20 Minuten» fühlen sich Lehrer von vielen Eltern schlecht unterstützt, ja gar schikaniert. Deshalb fordert Christian Amsler (FDP) einen allgemeinen Vertrag, den die Eltern gegenüber der Schule unterzeichnen sollen. Was darin stehen soll? Dinge, die uns als Eltern meiner Meinung nach vollkommen logisch erscheinen sollten. Müsste man meinen. Tut es aber nicht für alle.
So möchten die Lehrer, dass
  1. die Kinder nach den Ferien pünktlich zum Unterricht erscheinen. Mit pünktlich meinen sie, am ersten Schultag und nicht erst Mittwoch danach, weil der Charterflug aus den Ferien dann günstiger kam.
  2. Auch sähen es die Lehrer gerne, wenn ihre Schüler ausgeschlafen und ohne Süssigkeiten im Znüniböxli in die Schule kämen.
  3. Eltern sollen doch bitte am Elternabend und am bilateralen Elterngespräch anwesend sein.
Und nun meine Frage: Sind dies wirklich nennenswerte Punkte, die man vertraglich regeln muss? Ist es nicht vollkommen selbstverständlich, dass die Kinder pünktlich, ausgeschlafen, gesund und mit unserer Unterstützung in die Schule gehen? Ist Bildung nicht eine Team-Arbeit zwischen Schule und Eltern, so wie es zu Hause zwischen Mutter und Vater ist? Ich finde schon. Und bin entsetzt, dass es offenbar so viele Eltern gibt, die es nicht für nötig halten, sich den Regeln entsprechend zu benehmen. Die offenbar auch kein grosses Interesse daran haben, dass ihr Kind Regeln zu respektieren lernt.

So, genug des erhobenen Zeigefingers. Was halten Sie von solchen Massnahmen?

Montag, 19. August 2013

Wenn Aussteigerinnen wieder einsteigen



Sie verliessen ihren Job, um für Mann und Kind zu sorgen. Mit dem Wiedereinstieg kam oft die Scheidung. Hat sich denn nichts geändert?

Zurzeit wird in den USA ein altes Thema neu diskutiert. «The Opt-Out-Generation wants back in» ist ein Artikel in der «New York Times» von letzter Woche, der das Leben jener Frauen diskutiert, die ca. vor zehn Jahren ihren Job aufgegeben haben, um bei den Kindern zu bleiben. Da es eben die «New York Times» ist, reden wir hier nicht von der Supermarkt-Kassiererin oder der Anwaltssekretärin. Vielmehr geht es um die 20 Prozent sehr gut ausgebildeter und entsprechend gut verdienender Frauen, die einen sehr lukrativen Job für das Leben als Soccer-Mom aufgegeben haben.

Denn in Amerika ist man nicht einfach Mutter und Hausfrau, man ist für seine Kinder Chauffeuse, Wissenschafts-Projektleiterin, Bäckerin, Köchin und Assistentin für jegliche Termine, die das soziale Netzwerk des Kindes fördern könnten. Der Alltag einer solchen Mutter ist entsprechend mehr als ausgefüllt, auch wenn die Kinder längst in der Schule sind. Was einem Vollzeit-Job in nichts nachsteht.

Der Artikel wirft nun die Frage auf, ob diese Frauen ihre Entscheidung bereuen oder ob sie es der besten Freundin, die gerade ein Baby gekriegt hat, empfehlen würden. Weder noch, tönt es aus New York. Oder wie wir in der Schweiz sagen würden: Es kommt darauf an.
  1. Auf den Mann. Viele dieser Väter – denen nicht eine Sekunde in den Sinn gekommen wäre, die eigene Karriere hinten anzustellen – fanden es anfangs wunderbar, dass Frauchen zu Hause auf sie wartete. Ein warmes Essen, saubere und gut erzogene Kinder und ein jährlich renoviertes Haus, wurde zu einer bequemen Selbstverständlichkeit, aus der kein vernünftiger Mann freiwillig rauswollte. Doch nach ein paar Jahren passierte das, was bereits der Generation meiner Eltern widerfahren war: Mama fängt wieder zu arbeiten an, muss aber gleichzeitig immer noch allen Bedürfnissen der Familie gerecht werden. Was sie aber nicht kann – und auch kaum will – , was mich auf Punkt zwei bringt...
  2. Auf die Kommunikation. Kann es wirklich sein, dass gewisse – offenbar nicht auf den Kopf gefallene – Männer heutzutage immer noch glauben, Frau sei für den Haushalt und die Kinder alleine verantwortlich, auch wenn sie selber wieder arbeitet? Oder setzen sich diese Frauen einfach zu wenig durch? Kommunizieren wir alle zu wenig?
  3. Auf das Team. Ist man als Eltern nicht ein Team, das um denselben Sieg spielt? Nämlich den, eine Zusammengehörigkeit in der Familie aufzubauen, glückliche Kinder, aber eben auch eine glückliche Ehe zu haben? Und müssen da nicht beide mitmachen?
Weshalb mich die Schlussfolgerung des Artikels und vieler Kommentare entsprechend etwas ernüchtern. So fragt das Online-Magazin «Slate»: «Was hat es also mit den vielen Scheidungen in all diesen Geschichten auf sich?» Früher war es die arbeitende Rabenmutter, die für eine – damals noch seltene – Scheidung verantwortlich gemacht wurde. Und heute? Immer noch, wie es scheint. Kann es wirklich sein, dass sich in zehn Jahren so wenig verändert hat? Was meinen Sie?

Mittwoch, 14. August 2013

Sponsored Post: Gesund, gesünder, anstrengend


Wenn Kinder in den Kindergarten kommen, werden Eltern ermahnt, ihnen einen gesunden Znüni mitzugeben. Gut so!


Dachte ich zumindest am Anfang. Doch sind wir ehrlich: Werden unsere Kinder wirklich nur von der Schule in ihrer Ernährung beeinflusst? Sind es nicht viel mehr wir Eltern, die mehr darauf achten müssten, unseren Kindern gesunde Z’Nünis mitzugeben?

Lustigerweise behaupten sämtliche Eltern, mit denen ich bis anhin über das Thema gesprochen habe, sie würden ihren Kindern nur Gesundes zu essen geben. Logisch! Süsses ist schliesslich nichts für den Pausenplatz sondern für zu hause, wenn man den Kindern etwas Gutes tun will, weil sie brav waren. Wie Fernsehen. Woher kommen dann bloss die Chips und Gummibärli auf dem Pausenplatz, die so gerne gegen Vollkorn-Crackers getauscht werden?

Artischocke versus Schoggikuchen
Eine Freundin von mir erhielt zu Beginn des Schuljahres einen Flyer mit gesunden Z'Nünis, Früchte, Gemüse, nichts Süsses. Mein Favorit darunter ist und bleibt die Artischocke! Das stelle sich mal einer vor, wie wir unseren Kindern lauter distelartige Korbblüten in s’Chindsgitäschli stopfen! Und die Sauerei danach! Schliesslich weiss jeder, dass bei der Artischocke nach dem Essen mehr im Teller liegt als davor.

Und gleichzeitg gibt es beim Kerzenziehen, an der Fasnacht oder am Sporttag nur Kuchen und Süssgetränke. Da muss es doch einen Mittelweg geben.

Obwohl ich es mir vor meinem ersten Kind fest vorgenommen hatte, gehöre ich heute nicht zu den Müttern, die immer einen gesunden Z’Vieri dabeihaben. Fenchel, Kohlräbli und Radiesli sind mir zuwider und die Gemüserüsterei geht mir sowieso auf den Senkel. Bevor mein Grosser in den Kindergarten kam, hatte ich oft Früchte oder ähnliches dabei, Süsses gehörte bestimmt nicht dazu. Aber heute bin ich ehrlich gesagt zu faul, etwas vorzubereiten und verlasse mich auf das Angebot vor Ort. Dieses ist jedoch oft verheerend!



«Einmal Menu Fett, bitte!»
Die Kindermenus in den meisten Restaurants bieten lediglich eine Auswahl an fettigen Würstli oder Nuggets mit noch fettigeren Pommes Frites. Spaghetti Bolo ist noch das Beste auf der Karte. Um dem entgegenzuwirken fragen sie im Fast Food Restaurant, ob man zum Hamburger lieber Pommes oder Rüebli-Stäbli möchte... Sind wir ehrlich, wenn schon Junk Food, dann richtig!

Fazit: Meine Kinder dürfen ab und zu Ungesundes essen. Aber dafür gibt es spezielle Lokale und Gelegenheiten. Überall sonst hätte ich gerne auch etwas Gesundes zu Auswahl und in der Schule erst recht. Deshalb, liebe Eltern: Bitte geben Sie Ihren Kindern keine Süssigkeiten mit in die Schule! Diesen Bonus würde ich mir gerne aufheben, um endlich wiedermal von meinen Kindern zu hören «Mami, bisch die Bescht!».






Rezepte dafür gibt es übrigens bei «Kochen mit Helsi». Die Kids können sich ihren Znüni schliesslich auch selber machen, finden Sie nicht?

Dienstag, 13. August 2013

Sommer-Best-Of: Leben wie in den Fünfzigern funktioniert





Er putzt und sie liest Zeitung: Diese beiden werden sich wohl bald trennen. Sag nicht ich, sondern eine neue Studie.


Von wegen, Männer die im Haushalt mithelfen, sind sexier! Eine Studie, die hier vorgestellt wird, sagt seit neustem genau das Gegenteil. Je klassischer die Rollenverteilung, umso wahrscheinlicher hält die Ehe.

«Am stabilsten waren die Beziehungen, bei denen die Frau den Grossteil der Hausarbeit übernimmt.  Die Verteilung mit umgekehrten Geschlechterrollen half nicht. Je mehr ein Mann im Haus macht, desto höher ist die Scheidungsrate, erklärt der Forscher Thomas Hansen auf «spiegel.de». Gedeutet wird dies folgendermassen: Die Aufteilung der Arbeit weise eher darauf hin, wie traditionell ein Paar funktioniere. Je traditioneller, desto höher werde auch der Wert der Ehe eingestuft und eine Scheidung sei keine Option.»

Nun geben wir uns alle solche Mühe, unsere Männer in die Pflicht zu nehmen und dann das! 

Was mich daran stört? 


  1. Einmal mehr will man uns sagen, was das Beste für uns ist.
  2. Der Faktor «Zufriedenheit» wir nicht berücksichtigt. Wenn es für beide stimmt, wunderbar. Das tut es aber meistens nicht, was dann?
  3. Ist rumsitzen und nichts tun, während Mama den Haushalt schmeisst nicht schlicht unhöflich? Ich finde schon!

Oder was meint ihr zu diesen neuen «Erkenntnissen»?

Dienstag, 6. August 2013

Sommer-Best-Of: Die Rabenmutter im Kopf



Der Rückgang der Geburtenrate erklärt sich in Deutschland unter anderem damit, dass Frauen befürchten, schlechte Mütter zu werden.

Kinder kriegen wird immer unattraktiver, zumindest in Deutschland. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung nennt die Gründe: Schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie, fehlende gesellschaftliche Anerkennung berufstätiger Mütter und die entsprechende Angst davor, als Rabenmutter zu gelten.

In Europa gibt es nur zehn Länder, deren Geburtenziffer noch niedriger als die deutsche (1.39) ist. Diese beträgt sogar in der Schweiz 1.52. Letzter dieser Rangliste ist Lettland mit 1.17. Die Bedeutung von Kindern scheint für viele Deutsche ganz allgemein zu sinken. Viel mehr haben berufliche Interessen, die Pflege von Freundschaften oder Hobbies in den letzten Jahren an Priorität gewonnen.

Am erstaunlichsten mutet jedoch die Motivation an, weshalb auf Kinder verzichtet wird. Denn deutsche Frauen sind nicht unbedingt unfreiwillig kinderlos: Ein Viertel der zwischen 1964 und 1968 geborenen verzichten bewusst auf Kinder. Dieser Entscheid wird darauf zurückgeführt, dass gerade in Westdeutschland die Erwerbstätigkeit mit kleinen Kindern «wenig toleriert» wird, wie Norbert Schneider, Direktor des Bundesinstitutes der «Süddeutschen Zeitung» erklärte.

Das Kind braucht eine «gute Mutter»
Das hat offenbar auch mit falsch verstandenem Perfektionismus zu tun, welches das kulturelle Leitbild der «guten Mutter» nach wie vor vermittelt. Aus Angst, das deutsche Rabenmutter-Klischee zu erfüllen, verzichten sie lieber ganz auf Kinder.
Weshalb das Betreuungsgeld wieder auf dem Politparkett landen dürfte. Und die Frage, ob die ein bis zwei Milliarden Euro nicht besser in die Kinderbetreuung ausser Haus investiert werden sollten.
Die niedrige Geburtenrate wird ausserdem von der OECD auch dahingehend erklärt, dass Deutschland «das einzige Steuer- und Abgabensystem (habe), in dem es sich für Eltern schulpflichtiger Kinder nicht lohnt, dass beide Elternteile arbeiten.» Deutschland schafft sich selber ab. Sozusagen.

 

rabenmutter.ch abonnieren