Sonntag, 29. März 2015

So definieren Sie Ihren Erfolg als Working Mom



Es ist weder der Lohn, noch die Anzahl Arbeitsstunden und auch nicht der Kundenstamm. Erfolg ist messbar, aber er sieht für alle anders aus.

Heute war ich an der diesjährigen Women’s Expo in Oerlikon. Zum dritten Mal fand diese Messe statt, die Frauen aus allen Branchen die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren. Vorwiegend anderen Frauen, da diese die Zielgruppe darstellen. Abgesehen davon, dass mir das Angebot etwas zu esotherisch daherkam – offenbar sollen wir Frauen mehr auf unseren Körper hören, dabei tanzen und dennoch schön aussehen – so war ich dennoch sehr beeindruckt von dem, was ich sah: Diese Frauen haben alle ein mehr oder weniger grosses Unternehmen auf die Beine gestellt. Oft aus dem Nichts, manchmal aus der Not, immer aus einer Begeisterung für ihr Produkt oder ihre Dienstleistung. 

Sind das nun alles börsenkotierte Unternehmen mit CEOs, die Millionen verdienen? Natürlich nicht. Aber die meisten haben Erfolg, jede auf Ihre Weise. Entweder bietet sie etwas an, was andere nicht haben. Oder sie sind dabei zielgruppenorientierter. Oder aber sie sind einfach besser als alle anderen. Wie auch immer: Die Tatsache, dass sie an der Messe ausstellen, zeigt, dass sie für sich Erfolg haben.

Denn Erfolg darf und muss jede/r Arbeitnehmer/in für sich definieren. Das gilt speziell für Mompreneurs, die oft weder Zeit noch Geld haben, um den klassischen Weg zu gehen. Deshalb hier die Tipps der Unternehmerzeitschrift „Entrepreneur“ für mehr Zufriedenheit und entsprechend mehr Erfolg:

1. Definieren Sie, was „Erfolg“ für Sie persönlich bedeutet.
Ihr Erfolg ist persönlich, so wie die perfekte Balance für alle unterschiedlich ausfällt. Wie Sie das angehen? Stellen Sie sich ein Gespräch in sechs Monaten vor, in dem Sie jemanden vorschwärmen, was Sie alles erreicht haben. Was sagen Sie? Was hat sich in sechs Monaten verändert? Das kann beispielsweise eine bessere Work/Life-Balance sein. Das ist nämlich für uns Working Moms einer der wichtigsten Aspekte eines Arbeitsverhältnisses. 

2. Sagen Sie, was Sie brauchen.
Ihre Mitarbeiter / Kollegen / Familie sind keine Gedankenleser. Sie werden nicht erhalten, was Sie wollen, wenn Sie nicht danach fragen. Klingt logisch, muss aber ab und zu wieder gesagt werden. Anstatt zu sagen „Ich brauche mehr Zeit zu Hause“, seien Sie so genau wie möglich: „Ich möchte gerne mit meinen Kindern frühstücken, dafür kann ich abends jeweils 30 Minuten länger bleiben, um keine Minuszeit zu haben.“

3. Gehen Sie kreativ mit Hindernissen um.
Sie müssen gewillt sein, auch mal etwas Chaos zu akzeptieren. „Think outside the box“ sozusagen. So können Sie beispielweise alle paar Wochen einen freien Tag verhandeln, indem Sie ihn abends nachholen, wenn die Kids im Bett sind. 

4. Schätzen Sie Ihre Lage immer wieder neu ein.
Kein Plan ist in Stein gemeisselt. Was heute funktioniert, kann in ein paar Monaten völlig verkehrt sein. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie mit Mitarbeitern / Kollegen / Vorgesetzten / Familie zusammensitzen und neu definieren, wie die Work-Life-Balance aussehen soll, was die neuen Ziele sind und wie Sie sie – zusammen mit besagten Parteien – erreichen können. So verlangt ein Baby andere Arbeitszeiten als grössere Kinder, ein neues Unternehmen mehr Anwesenheit als ein etabliertes.

5. Finden Sie Ihre Leute
Sie können nicht alles alleine bewältigen. Weder zu Hause noch in der Firma. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihre Situation verstehen – am Besten wirklich nachvollziehen können. So sollten Geschäftspartner verstehen können, dass Sie nicht jeden Abend Sitzungen abhalten können. Gleichzeitig sollten die betreuenden Grosseltern aber kein Problem damit haben, dass sie eben ab und zu auch abends länger hüten müssen. Dauernde Vorwürfe sind zermürbend und nützen niemandem.

Nun denken Sie vielleicht, das sei alles nicht praktikabel oder schwierig umzusetzen. Das mag sein. Aber Sie können das! Genauso, wie die Frauen, die heute an der Women’s Expo Ihre Firma präsentieren durften. Keine von Ihnen hat Ihre Firma aus dem Ärmel geschüttelt. Es geschah aber auch nicht über Nacht und ganz sicher nicht ohne Unterstützung ihres Umfeldes. 

Verlassen Sie also Ihre „Comfort Zone“ und kreieren Sie Ihre eigene Definition von Erfolg als arbeitende Mutter oder Mompreneur. Viel Erfolg!





Dienstag, 24. März 2015

Für Unternehmerinnen mit Ambitionen




Die Women's Expo findet dieses Jahr am 29. März statt und spricht mehr denn je Unternehmerinnen an, die einiges auf dem Kasten haben.

Letztes Jahr waren es 180 Aussteller und 1300 Besucher. Männer und Frauen. Dieses Jahr soll die Women’s Expo noch grösser, professioneller und spannender sein. Denn Lisa Chuma, Gründerin der Women’s Expo Switzerland (welche wir hier bereits vorgestellt haben) möchte „richtige“ Unternehmerinnen an ihrer Ausstellung sehen. Nicht nur von sich, auch von ihren Ausstellerinnen erwartet Lisa Ambitionen, weshalb sie betont, die Expo sei nichts für die, deren Aktivität lediglich ein Hobby darstellt.
An der Women’s Expo geht es deshalb auch nicht in erster Linie um den Verkauf von Produkten. Dieses Jahr möchte Lisa nämlich noch mehr Dienstleisterinnen ansprechen, die am 29. März 2015 in der Messehalle Oerlikon, die in ihre Zukunft investieren wollen. Unternehmerinnen sollen dies über das Netzwerken mit anderen Firmeninhaberinnen und potentiellen Kunden tun, aber auch der Austausch mit Gleichgesinnten liefert immer neue Inputs für ambitionierte Frauen.
Das Coaching, das an der diesjährigen Ausstellung angeboten wird, soll den Frauen genau in diesem Punkt unter die Arme greifen: Möglichst viel aus den Kontakten herauszuschlagen. Schliesslich wird uns Frauen immer eingeredet, wir seien schlecht im Netzwerken. Die Erfahrung zeigt aber: Das Gegenteil ist der Fall.
Lisa Chuma wünscht sich, dass Frauen, deren Unternehmen Erfolg hat, darüber reden und Erfahrungen weitergeben. Sie glaubt an Vorbilder und ist mittlerweile selber eines. Denn ohne eine lange Karriere vorweisen zu können, hat Lisa etwas auf die Beine gestellt, was bisher niemand in der Schweiz geschafft hatte: Dass man von Frauen als Unternehmerinnen spricht, auch wenn sie die Firma nicht von Papa geerbt haben.

Women’s Expor  | 29. März 2015 | Messe Halle 9 – Thurgauerstrasse 11, 8050 Zürich | 10:00 – 16:00

Montag, 23. März 2015

Der ultimative intergalaktische Trip



Gewinnen sie Goodie-Bags zu HOME: Ein kleines Mädchen, ein verstossener Ausserirdischer und ein fantastisches Abenteuer.

Der neue Dreamworks Film "HOME" führt uns ab 26. März ins All. Wir verlosen 2 Goodie-Bags mit Ansteckpin, Turnsack, Magnetische Glitzerkugel und Schnürsenkel Einlagen. Kommentieren Sie diesen Post und vielleicht haben Sie Glück und kommen in den Genuss eines Goodie-Bags.


Die Geschichte von "HOME": Die Boovs machen die Erde zu ihrem neuen Heimatplaneten und beginnen damit, alles neu zu organisieren. Die Menschen werden unfreiwillig umgesiedelt. Als jedoch Tip, ein cleveres junges Mädchen, der Gefangenschaft entgeht, wird sie auf einmal zur unfreiwilligen Komplizin von Oh, einem verstossenen Boov auf der Flucht. 


Schon bald erkennen die beiden ungleichen Freunde, dass es um viel mehr geht, als nur intergalaktische Beziehungen zu retten. Und so begeben sie sich auf eine fantastische Reise voll Spass und Abenteuer, die ihr Leben und ihre Welt für immer verändern wird. 

Regie: Tim Johnson
Synchronsprecher: Bastian Pastewka, Josefine Preuss, Uwe Ochsenknecht
Orginalsprecher: Rihanna, Jim Parsons, Steve Martin und Jennifer Lopez.




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Sonntag, 15. März 2015

Staatshilfe für Bedürftige?



Wie eine Zeitung versucht, Gleichstellungs-Versuche mies zu machen, in einem Land, in dem Gleichberechtigung noch wie ein Fremdwort anmutet.

Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich die aktuelle „Weltwoche“ zitieren soll. Dieses Verpackungsmaterial für gehärtete Milchprodukte, welches ich dennoch zugegebenermassen kaufe, wenn der Titel „Die hilfsbedürftige Frau“ lautet. Untertitel: „Zur staatlichen Konstruktion eines Vorurteils.“ Ich hätte das Blatt mit Nichtbeachtung strafen sollen, aber so viel Grösse habe ich leider nicht.

Dafür weiss ich nun, meine Damen und Herren, dass es Diskriminierung, Sexismus, Lohnungleichheit und fehlende Angebote für Frauen gar nicht gibt! Ha! Wir haben uns das alles nur ausgedacht! Und nötigen den Staat gemäss Rico Brandle mit Aufklärungskampagnen, Quotenregelungen und Lohnpolizei dazu, Millionen auszugeben, die er so viel besser einsetzten könnte! Bspw. für die Armee, so meine Vermutung.

Ich bin doch kein Löli
Nach einer solchen Einleitung war ich natürlich gespannt darauf, was denn da folgen möge. Worauf seine Kritik basiert und worauf das alles hinausläuft. Aber das war wohl zu viel verlangt. Herr Brandle listet auf, was der Staat tut oder in Zukunft tun möchte und tut alles damit ab, es brauche nicht davon. Wieso und warum er das glaubt, sagt er aber nicht. Unter anderem nimmt er die Gleichstellungskampagne unter die Lupe, welche Vorurteile gegenüber „typischen Frauen- und Männerberufen“ abbauen will. Seine Kritik an der Kampagne lässt eher vermuten, dass Bandle nicht um die Ecke denken kann und nicht, dass es schlechte Werbung ist. So behauptet er, die Kampagne habe die gegenteilige Wirkung, weil man eben erst das Kleingedruckte lesen müsse, bis man begreife, dass es eben um ein Umdenken gehe. Na ja, wenn jede Werbung nur sagen darf, was ist, dann ist der „Löli“ wohl König!

„Der Staat greift den Frauen in Alltag und Beruf unter die Arme und soll es gemäss vielen Politikerinnen noch mehr tun – als ob es sich um Menschen handelte, die nicht in der Lage sind, sich selber durchzusetzen.“ Der Staat glaubt also, wir Frauen seien schwach und unterstützt uns dabei. Dabei könnten wir das ja alles selber und müssten dafür keine Kampagnen lancieren, mit dem Geld eben dieses Staates. Nein, wir Frauen sind nicht schwach. Und ja, in der Schweiz hat sich tatsächlich viel getan, seit mein Sohn vor 10 Jahren zur Welt kam und ich zum ersten Mal mit der „Karrierefrage“ konfrontiert wurde. Weiterarbeiten? Und wohin mit dem Kind? Zu Hause bleiben? Und was ist mit meinem Beruf? 

Frauenquote vs. Hintern küssen
Natürlich gibt es in der Zwischenzeit ein grösseres Angebot an Krippen etc., die Frauen dabei helfen, den Karrierefaden nicht zu verlieren. Aber können wir wirklich behaupten, dass schon genug getan wurde? Und was ist mit all den Mädchen, die heute in der Mehrzahl eine gute Ausbildung haben, studieren und danach doch ihren Beruf für ein paar Jahre (oder ganz) aufgeben müssen wegen der Kinder? Und die, welche gar nicht erst Kinder wollen, damit sie in ihrem Beruf bleiben können, die Karriereleiter sie aber nur mit der Frage konfrontiert, ob es nicht bald zu spät sei für Nachwuchs? Und doch nie in der obersten Etage sitzen werden, einfach, weil sie nicht die richtigen Hintern geküsst haben?

Stichwort „Frauenquote“: Natürlich ist es nur eine suboptimale Lösung, die Quote künstlich zu erzeugen. Aber solange Frauen nicht auf „natürlichem“ Weg nach oben kommen, muss man ihnen eben etwas helfen. Das hat aber mit „bedürftig“ nicht zu tun. Das ist nur eine Antwort auf die sozialen und firmenpolitischen Begebenheiten. Bandle hingegen glaubt, den Staat gehe es nichts an Vorurteile und Diskriminierung innerhalb der Gesellschaft zu reduzieren. Hier läge der Schlüssel für die „ausufernde Gleichstellungsindustrie begraben; die Überzeugung, fehlgeleitetes Denken der Leute durch Staatsinterventionen in die richtigen Bahnen lenken zu können.“ Um den Staat nicht damit zu belasten sollen wir also einfach darauf hoffen, dass die Situation von alleine besser wird? Weil man in anderen Ländern vielleicht gesehen hat, wie gut das klappt? Wo lebt Herr Bandle nur? Im Barbapapa-Land?

Übrigens kann ich die – in den Kommentaren zu lesenden – Kritiken, Frauen wollten ja gar nicht arbeiten („schlafen Frauen länger?“) nicht gelten lassen. Als Unternehmerin habe ich jeden Tag Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Frauen, die morgens schon gearbeitet haben, bevor die Kinder in die Schule müssen und abends, nachdem sie im Bett sind, noch bis 24.00 Uhr oder länger fertigmachen, was tagsüber nicht ging, weil Mama ja immer noch meist die ist, die kocht, putzt, einkauft, Hausaufgaben mitmacht undundund. Also sagt mir nicht, Frauen wollten nicht arbeiten, bloss weil sie nicht morgens um sieben neben euch im Stau stehen! Da hat Mama nämlich schon einen Viertel Ihres Arbeitstages hinter sich, Herr Bandle. Und der Staat darf ihr gerne dabei helfen, alles unter einen Hut zu kriegen.

Sonntag, 8. März 2015

Feminismus für Dummies

(Bild: wir eltern)


Anlässlich des heutigen internationalen Frauentags fragte mich mein Sohn, was eigentlich Feminismus genau sei. Ob er auch ein Feminist sein könne (schliesslich käme für ihn bspw. Veganismus NIE und nimmer in Frage... also lieber sicher gehen, richtig?)

Dass es keine Jungs- und Mädchenfarben gibt, weiss er schon (dass seine kleine Schwester seine abgetragenenen Jungs-Sachen super findet, hilft sicherlich für das Verständnis). Wenn wir aber aus unsere Kindern Menschen machen wollen, die alten Clichés den Rücken kehren, aus unsere Jungs Männer machen wollen, die sich nicht nur als Ernährer sehen und aus unseren Töchtern Frauen, die für ihre Rechte einstehen, sollten sie noch ein wenig mehr über die Materie erfahren, finden Sie nicht? Also habe ich  ihm erklärt, was es mit Feminismus auf sich hat und wie ihn das direkt betrifft.

1. Beim Feminismus geht es um gleiche Rechte für Mann und Frau. (Und nicht, wie so oft gelesen darum, dass Frauen die Wahl haben. Das ist lediglich eine Folge davon.)

2. Mit „Rechte“ sind auch Pflichten gemeint.

3. Auch ein Junge kann Feminist sein, sofern er a) glaubt, alle Menschen müssten gleich behandelt werden und b) Frauen seien Menschen.

4. Du kannst stark UND sensibel sein. Diese Adjektive schliessen einander nicht aus.

5. Dein Penis gibt dir keine Superkräfte. Ausser wenn du im Stehen pinkeln willst.

6. Halte Frauen die Tür auf. Und Männern auch, wenn du schon mal dabei bist. Das hat nichts mit veralteten Rollenmodellen zu tun, sondern mit zuvorkommender Höflichkeit.

7. Lade ein Mädchen zum Abendessen ein. Wenn es dir und ihr Freude macht. Und akzeptiere ihre Einladung. Wenn es dir und ihr Freude macht.

8. Ein Nein bedeut NIE „Vielleicht“ oder „Warum nicht?“. Und schon gar kein „Eigentlich ja, aber ich spiele gern mit dir.“

9. Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn. Immer. Ganz einfach.

10. Solltest du mal eine Familie haben, entscheidet als Team, was das Beste für euch ist, wer wie viel arbeitet oder nicht oder überhaupt. Am Besten besprecht ihr das BEVOR ihr Kinder kriegt.

Oder was hättet ihr ihm gesagt?

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